Temperatursteuerung mittels CAN-Bus-Netzwerk
Dokumentation

Stefan Bunge, Ramin Sayed-Moussavi, Kristian Müller
Prozessdatenverarbeitung-Labor / Sensorik-Labor
TFH-Berlin

Wintersemester 2004/2005

Inhaltsverzeichnis

1 Allgemein
2 Arbeitsumgebung
 2.1 Hardware
  2.1.1 Allgemeines
  2.1.2 Versuchsaufbau
  2.1.3 Der verwendete Microcontroller
  2.1.4 Beschreiben des Programmspeichers
 2.2 Software
  2.2.1 Allgemein
  2.2.2 Software-Entwicklungsumgebung
  2.2.3 Compiler
  2.2.4 Programmieren des PIC18F458
  2.2.5 CANKing - analysieren am CAN-Busses
3 Entwicklung
 3.1 Allgemein
 3.2 Temperaturmessung
  3.2.1 Allgemein
  3.2.2 Messverstärker
  3.2.3 Analog- / Digital-Wandlung
  3.2.4 Entwicklungsaufbau
  3.2.5 A/D-Wandler Routinen
 3.3 LCD Interface
  3.3.1 Allgemein
  3.3.2 Vorgehensweise
  3.3.3 Funktionsbeschreibungen
  3.3.4 Hardware
 3.4 Datenübertragung
  3.4.1 Allgemein
  3.4.2 Überlegungen zur Kabellänge
  3.4.3 Umsetzung
  3.4.4 Software
  3.4.5 CAN-Bus Konfigurationseinstellungen
4 Zusammenfassung
 4.1 Status
 4.2 Abschließend
5 Anlagen

Kapitel 1
Allgemein

Dieses Projekt hat sich zum Ziel gestellt eine zentral gesteuerte Temperaturregelung für ein Haus mit mehreren Räumen zu realisieren. Dazu wird in jedem Raum eine Messstation installiert. Diese liefert dann über ein CAN-Bus-Netzwerk die Daten an den Server, der wiederum die Signale zum Regeln der Heizungsthermostate zurückschickt.


PIC

Abbildung 1.1: Ein Beispielaufbau mit 5 Räumen und dem Kontrollraum


In dieser Dokumentation wird auf unsere Arbeitsweise, die Realisierungsschritte und die verschiedenen Teilaspekte des Projektes eingegangen.

Das Projekt wurde innerhalb von 2 Semestern in den Lehrveranstaltungen Prozessdatenverarbeitung-Labor und Sensorik-Labor an der TFH-Berlin in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich IV - Studiengang Technisches Gebäudemanagement durchgeführt. Wobei die Projektidee selbst von Prof. Dr. Mathias Fraaß und Herrn Dipl.-Ing. (FH) Albert Premer (TFH-Berlin, Technisches Gebäudemanagement) entwickelt wurde.

Kapitel 2
Arbeitsumgebung

2.1 Hardware

2.1.1 Allgemeines

Um ein funktionierendes Testsystem aufzubauen, beschränkten wir uns auf ein Entwicklungssystem, deren Schaltplan später in ein serienreifes Layout umgewandelt werden kann. Die Bauelemente hierfür bekamen wir aus einem Evaluationsboard, vom ortsansässigen Elektronikhandel, aus dem Bauelementepool des PST-Labors sowie aus Musterbestellungen beim Hersteller.

2.1.2 Versuchsaufbau

Der Aufbau wurde auf zwei Lochrasterplatinen durchgeführt. Damit können zwei Zimmer-Controller simuliert werden.

Zusätzlich wurde vom PST-Labor ein Microchip Entwicklungsboard “PICDEM CAN LIN II” zur Verfügung gestellt. Auf diesem Board befinden sich 2 PIC18F458, die vorläufig auch für den Versuchsaufbau auf den Lochrasterplatinen genutzt werden können. Im Laufe des Projektes bekamen wir von der Firma Microchip sowohl zwei PIC18F458 als auch zwei MPC25511 als Muster zur Verfügung gestellt. Zur Entwicklung wurde „CAN-NODE 1“2 verwendet, der einen Potentiometer, neun LEDs und zwei Taster sowie einen CAN-Bus Port als Testperepherie bietet. Das Entwicklungsboard (im Folgenden auch Demoboard genannt) „PICDEM CAN LIN 2“ kann über eine RS232 Schnittstelle mit einem PC verbunden werden. Hierbei werden die Daten als 7 Bit zuzüglich einem Start- und einem Stopp-Bit mit 38400 Baud/s übertragen. Diese Schnittstelle wird hauptsächlich von der Software „CANKing“ benutzt.


PIC

Abbildung 2.1: Das DemoBoard „PICDEM CAN LIN 2“


2.1.3 Der verwendete Microcontroller

Wir entschieden uns auf Grund des Preises und auf Grund der Produktfeatures einen Microchip PIC18F458 zu verwenden.


PIC

Abbildung 2.2: PIC18F458


Die relativ neue PIC18 Serie verwendet eine für die Programmiersprache C optimierte Architektur, die auf der schon in älteren PIC Microcontrollern verwendeten RISC Architektur basiert. Die Firma Microchip selbst definiert: „... combining RISC features with a modified Harvard dual bus architecture ...“. 3

Wobei der PIC18 Core mit 10 MIPS 4arbeiten könne. Der verwendete Controller kann mit bis zu 40 MHz getaktet werden. Wir nutzten folgende der speziellen Features, die der PIC18F458 zu bieten hat: